Am 30. September 2026 präsentiert der US-Speicherchipkonzern Micron Technology seine Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal. Vor dem Termin wächst der Optimismus an der Wall Street spürbar. Angetrieben vom anhaltenden Boom bei KI-Servern und hochspezialisiertem Speicher-DRAM haben Analysehäuser wie Citigroup ihre Kursziele deutlich angehoben. Für Privatanleger stellt sich die Frage, wie viel Potenzial in der im Jahresverlauf stark gestiegenen Aktie noch steckt.
Hohe Erwartungen an Umsatz und Gewinn
Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 hat Micron selbst einen Umsatz von rund 50,0 Milliarden US-Dollar (± 1,0 Mrd. USD) sowie einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von etwa 31,00 US-Dollar in Aussicht gestellt. Anleger blicken damit auf ein explosives Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, das maßgeblich durch steigende Verkaufspreise bei DRAM- und NAND-Speicherbausteinen getragen wird. Auch die geplante Bruttomarge bewegt sich mit angestrebten ca. 86 Prozent auf einem historisch außergewöhnlich hohen Niveau.
Citigroup hebt Kursziel auf 1.300 US-Dollar an
Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen hat die US-Großbank Citigroup das Kursziel für Micron von 1.150 auf 1.300 US-Dollar angehoben und ihre Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Atif Malik begründete die Anpassung mit besser als erwarteten Verkaufspreisen für DRAM und NAND sowie der anhaltenden Verknappung im globalen Markt. Neben Citigroup halten weitere Wall-Street-Häuser wie Rosenblatt oder Wells Fargo optimistische Einstufungen, da High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Beschleuniger ein zentraler Nadelöhr-Faktor in der gesamten KI-Infrastruktur bleibt.