Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise setzt die globalen Aktienmärkte unter Druck. Zum Handelsschluss am 23. Oktober 2026 kletterte der Preis für die Rohölsorte Brent auf den höchsten Stand seit Juni 2022. Verantwortlich dafür sind verschärfte geopolitische Risiken im Nahen Osten und ein überraschender Rückgang der US-Lagerbestände. Für Anleger wächst damit die Sorge vor anhaltend hohen Leitzinsen.
Kräftiger Ölpreissprung auf Mehrjahreshoch
Am Terminmarkt legte die Nordseesorte Brent für den Dezember-Kontrakt um 3,14 Prozent beziehungsweise 3,55 US-Dollar zu und schloss bei 116,72 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte WTI kletterte um 3,82 Prozent auf 103,27 US-Dollar. Haupttreiber sind die zunehmenden Spannungen am Persischen Golf sowie Sorgen über Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormuz. Zudem signalisierten die jüngsten Daten der US-Energiebehörde EIA eine unerwartet straffe Versorgungslage bei den physischen Rohölreserven.
Wall Street reagiert mit deutlichen Verlusten
Die steigenden Rohstoffpreise wirkten sich unmittelbar belastend auf die US-Börsen aus. Der Dow Jones Industrial Average verlor 1,23 Prozent und schloss bei 52.215,16 Punkten. Der breite S&P 500 fiel um 0,52 Prozent auf 7.623,68 Zähler, wobei knapp 75 Prozent der enthaltenen Einzelwerte im Minus schlossen. Der technologielastige Nasdaq Composite hielt sich dank einer leichten Erholung bei ausgewählten Halbleiteraktien wie Micron Technology (+2,5 Prozent) und Intel (+1,7 Prozent) etwas stabiler und schloss 0,21 Prozent niedriger bei 25.955,34 Punkten.